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John Hejduks Kreuzberger Wohnturm verliert sein Gesicht

 

John Hejduks Kreuzberger Wohnturm verliert sein Gesicht

Berlin, den 18. März 2010

Innerhalb der Architektengemeinde macht sich angesichts der derzeit laufenden lieblosen Sanierung des Berliner "Kreuzberg Towers", einem der seltenen Bauten des verstorbenen Architekten John Hejduk, allmählich Unruhe breit. Hejduks "Turm" - der eigentlich aus einem schlanken 14-geschossigen.

Hochhaus flankiert von zwei fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern besteht - gehört zu nicht einmal einer Handvoll tatsächlich ausgeführter Arbeiten des einflussreichen Architekten. Von diesen stehen drei Exemplare auf Berliner Boden, allesamt als sozialer Wohnungsbau im Rahmen der Internationalen Bauausstellung "IBA 1987" entstanden.

Der Komplex des Kreuzberg Towers ist bezeichnend für Hejduks späte Entwürfe, die eine nachhaltige Faszination für einfache geometrische Formen, erzählende Mythologie und einen mit vermenschlichenden Darstellungen spielenden Symbolismus offenbaren. Die drei in Berlin ausgeführten Entwürfe Hejduks widersetzten sich damals mit ihrer zurückgenommen Farbpalette aus

Grau- und Grüntönen unmittelbar den vorherrschenden postmodernen Trends - vom Architekten selbst waren sie als Hommage an den einzigartigen Himmel und die vorhandene Baustruktur der Stadt gedacht.

Die Häuser wurden von den jetzigen Eigentümern erst vor Kurzem in Folge einer Zwangsversteigerung erworben, nachdem sie lange Zeit vernachlässigt worden waren. Auf den im Zuge der derzeit durchgeführten Sanierungsarbeiten veröffentlichten Bildern der geplanten neuen Fassadenansicht erkennt man den Abriss der oberhalb der Fenster angebrachten charakteristischen Markisen, eine Vergrößerung der Balkone und eine neue Farbfassung in Weiß und Rosa - von der Verwaltungsfirma BerlinHaus Verwaltung GmbH als "Wohnen mit Geschmack" und "Wohnungen im Bauhausstil" beworben. Parallel zu den Renovierungsarbeiten werden die gegenwärtigen Mieter durch kräftig angehobene Mieten zum Auszug gezwungen.

Dr. Renata Hejduk, Tochter John Hejduks und Baugeschichtlerin, trat bereits Anfang des Jahres an die Besitzer heran mit der Bitte um eine Erklärung der beabsichtigen Veränderungen an den Gebäuden, bekam jedoch nur eine negative Antwort. Renata Hejduk meint dazu: "Ich habe alles mir Mögliche versucht, damit sie erst einmal aufhören und sich zumindest erst einmal mit den Erben und weitere Architekten, die an der Erhaltung der Gebäude interessiert waren, zu beratschlagen. Die Besitzer zeigten jedoch keinerlei Interesse und waren der Ansicht, dass ihre umgebaute Fassade wesentlich besser als die ursprüngliche sei."

John Hejduk erlangte größere Bekanntheit als Mitglied der Gruppierung der "New York Five" um Peter Eisenmann und Richard Meier und war Dekan der Cooper Union School of Art and Architecture in New York in den Jahren 1972 bis 2000.

Links:

Professor Renata Hejduk, PhD - Assistant Professor, Arizona State University, School of Architecture and Landscape Architecture.

Kontakt Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Blogs mit der Geschichte:

http://www.architectureinberlin.com/?p=1181

http://www.slab-mag.com/

... und Links zu den Projektansichten:

http://tinyurl.com/yhfkupv

http://tinyurl.com/yf7yxqp

Artikel in der BerlinerZeitung über Mietsteigerungen http://tinyurl.com/yfj4d7g

Online-Petition:

http://www.petitiononline.com/hejduk/petition.html

 

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Mit dem Bus zu Hugo Junkers, Dessau

Mit dem Bus zu Hugo Junkers

Busrundfahrt und Führungen durch Dessau-Roßlau zum 3. Tag der Industriekultur am
18. April 2010 – sechs Stationen zum Wirken des Luftfahrtpioniers in der Bauhausstadt
Kaum eine Figur hat Dessaus Geschichte so entscheidend geprägt, wie der berühmte Unternehmerund Erfinder Hugo Junkers. Er gehört zu den Hauptidentifikationsfiguren einer Stadt, von der aus die moderne Industriekultur entscheidende Impulse erhielt. Maßgeblich beteiligt an der Ansiedlung des aus Weimar vertriebenen Bauhauses in Dessau steht Hugo Junkers für eine frühe Blütezeit der Stadt.
Nach dem Besucheransturm zur Langen Hugo-Junkers-Nacht“ im Februar veranstaltet die Stiftung Bauhaus Dessau am Sonntag, den 18. April 2010 eine zweite geführte Rundfahrt durch die Junkersstadt. Ziel der Tour sind verschiedene Wirkungsstätten Hugo Junkers‘ – sie beginnt um 13 Uhr am Bauhaus und macht unter anderem am Technikmuseum „Hugo Junkers“, dem ehemaligen Junkalor-Gelände und dem Heimatmuseum Dessau-Alten Station. Weitere Eckpunkte sind der Flugplatz und ein Wohnhaus in Dessau-Nord, das für leitende Angestellte der Junkers-Werke errichtet wurde. Die zweieinhalbstündige Führung spürt dem Wirken Hugo Junkers‘ in Dessau nach und vermittelt Hintergründe zum Leben und Schaffen des berühmten Ingenieurs und Unternehmers.
Anlass sind der Tag der Industriekultur in Sachsen-Anhalt und der vom Internationalen
Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) initiierte Internationale Denkmaltag, die in diesem Jahr gleichzeitig stattfinden.
Der Tag der Industriekultur in Sachsen-Anhalt findet in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt. Mehr als 30 Museen, Besucherbergwerke und andere Objekte der Industriekultur öffnen ihre Türen und bieten ihren Besuchern ein besonderes Programm. Für die Junkers-Rundfahrt durch Dessau-Roßlau bitten wir um vorherige

Anmeldung unter der Nummer 0340-6508-320 oder per
E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Zeit: 13.00 – 15.30 Uhr
Start- und Endpunkt: Bauhausgebäude (Ausstellungskasse), Gropiusallee 38, Dessau-Roßlau
Kosten: 9 € pro Person

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Initiativkreis Albert-Einstein-Haus Caputh e.V. Veranstaltungen 2010

Veranstaltungen 2010

 

  • Fr, 19. 11. 2010, 15 Uhr

Moderner als die Moderne - Konrad Wachsmanns visionäre Talente

Gemeindesaal Ev. Kirche Caputh, Str. d. Einheit 1

Anläßlich des 30. Todestages von Konrad Wachsmann, dem Architekten des Einsteinhauses, berichtet der Stadtarchivar Frankfurt/O. über das Schicksal der Familie Wachsmann. Anschließend stellt ein Architekt die zukunftsweisenden Arbeiten Wachsmanns vor.

  • Sa, 6.11.2010, 19 Uhr

Albert Einstein und Pablo Casals

Konzert Seitensaal Schloss Caputh

Veranstalter: CAPUTHER MUSIKEN e. V.

Aus Anlaß des Konzertes zeigt der Initiativkreis ab 7. November das Thema „Albert Einstein und Pablo Casals“ in der ständigen Ausstellung im Bürgerhaus Caputh.

 

  • Sa, 23. 10. 2010 ab 13 Uhr bis 20 Uhr

Feuer und Flamme; Lange Nacht der Museen im Landkreis Potsdam-Mittelmark

  • Sa, 17. 4. 2010, 15 Uhr

Frau Einstein – Lesung aus der Korrespondenz

Elsa Einsteins; Märkischer Literaturtag

Gemeindesaal Ev. Kirche Caputh, Str. d. Einheit 1

Die Frau im Schatten des Nobelpreisträgers war eine weltoffene Persönlichkeit, die einen eigenwilligen und humorvollen Sprachstil pflegte. Aus Elsas Briefen liest die Schauspielerin Kathrin Freundner, es moderiert der Einstein-Biograf Dietmar Strauch.

  • So, 14. 3. 2010, 17 Uhr

Einstein im Bild - Filmstunde

Gemeindesaal Ev. Kirche Caputh, Str. d. Einheit 1

Am 131. Geburtstag des Nobelpreisträgers zeigen wir Filme, die sich mit der Biografie und den Ideen Einsteins befassen.

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www.sommeridyll-caputh.de

 

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denkmalpflege brandenburg | Termine

21. 4. 2010

Ortsgespräch 1: Doberlug-Kirchhain, Refektorium

Kloster Doberlug gehört zu den bedeutendsten Anlagen des Zisterzienserordens der Niederlausitz.
Das Refektorium hat über die Jahrhunderte verschiedene Nutzungen und zuletzt einen Umbau durch die NVA erfahren. Heute steht ein restauriertes Gebäude für Veranstaltungen zur Verfügung.
Wir laden Sie herzlich zum Ortsgespräch ein:
Ort: Doberlug-Kirchhain, Ortsteil Doberlug, Refektorium gegenüber dem Schloss
Zeit: 21. 4. 2010, 16:00 Uhr
Statements – Ortsbesichtigung – Diskussion

Wir bitten um Anmeldung bis zum: 12. April 2010 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ein gemeinsames Projekt des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und
Archäologischen Landesmuseums, der Brandenburgischen Architektenkammer und des
Verbandes Beratender Ingenieure Berlin-Brandenburg

16.05.2010

78. Tag für Denkmalpflege in Brandenburg an der Havel. Fachleute führen durch die Stadt und Abschlussveranstaltung im Dom. Das Programm entnehmen Sie bitte unserer Internetseite unter Aktuelles. Um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.

17. - 19.5.2010

Die diesjährige Jahrestagung der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger wird in Brandenburg an der Havel stattfinden. Zum Thema „Bildung und Denkmalpflege“ diskutieren im Plenum, in Sektionen und auf Exkursionen Fachleute aus der Bundesrepublik Deutschland und dem europäischen Ausland.

Für die Teilnahme ist eine schriftliche Anmeldung und die Überweisung des Tagungsbeitrags (90 Euro Tagungsbeitrag und 15 Euro Exkursionsgebühr) erforderlich. Anmeldeschluss ist der 30. März 2010 (!). Das Anmeldeformular erhalten Sie auf Nachfrage im BLDAM bei: Dr. Kathrin Schade, Wünsdorfer Platz 4-5, 15806 Zossen, OT Wünsdorf, email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 033702/ 71200 (Zentr.) oder -1225 (Durchw.), Fax: 033702/ 71202.

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf aufmerksam machen, dass Anmeldeschluss der 30.3.2010 ist. Irrtümlich waren hier auch andere Daten in den Umlauf geraten.

02.06.2010

Apfelregal und Ohren – Die Orgel als Instrument und Ausstattungsgegenstand. Eine denkmalpflegerische Annäherung an die Königin. Facharbeitsgespräch im BLDAM. (Vorankündigung, gesonderte Einladung erfolgt rechtzeitig)

www.denkmalpflege.brandenburg.de

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Call for Nominations | World Monuments Fund | Knoll Modernism Prize

Call for Nominations
WMF/Knoll Modernism Prize

95 Madison Avenue • New York, NY 10016tel 646-424-9594 • fax 646-424-9593 • www.wmf.org

To submit a nomination, please send:

A narrative description (up to 500 words) of the Modern landmark’s significance and of the project or body of work that preserves and enhances the landmark. The name and contact information of the nominator and of the design professional or firm being nominated. Six photos of the Modern landmark (three before and three after). Other relevant information (e.g. news articles, reviews, etc). Submit materials to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (preferred)or send to: World Monuments Fund Attn: WMF/Knoll Modernism Prize 95 Madison AvenueNew York, NY 10016 USAfax: (+1) 646-424-9593New

deadline for nominationsis May 1, 2010.

World Monuments Fund is the leading independent organization devoted to saving the world’s most treasured places. For over 45 years, working in more than 90 countries, our highly skilled experts have applied proven and effective techniques to preserve important architectural and cultural heritage sites around the globe. Through partnerships with local communities, funders, and governments, we inspire an enduring commitment to stewardship for future generations. Headquartered in New York, WMF has offices and affiliates worldwide.

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mayführung 39 am Samstag, dem 10. April 2010

mayführung 39
Staustufe Griesheim. Walzenwehr und Kraftwerk von 1929 1929-1932
Samstag, 10. April 2010 2010, 15 Uhr


Liebe Mitglieder und Freunde der ernst-may-gesellschaft,
hiermit laden wir Sie herzlich zur mayführung 39 am Samstag, dem 10. April 2010, ein. Frau Dipl. Ing. Heike Kaiser, Denkmalamt der Stadt Frankfurt am Main, stellt Ihnen die beeindruckende Anlage der Staustufe Griesheim vor. Treffpunkt des Rundgangs ist um 15 Uhr an der Nordseite, Griesheimer Ufer/Elektronstraße (Buslinie 52,
Haltestelle Elektronstraße). Nach über 30 Betriebsjahren entsprachen die Schleusen, die 1883-1886 angelegt worden waren, Anfang des 20. Jahrhunderts. nicht mehr den Anforderungen des Schifffahrtsverkehrs. Ab 1919 trat die Stadt Frankfurt am Main
deshalb in Verhandlung mit der Reichsregierung über den Ausbau des Mains und die Anbindung an die Rheinschifffahrt. Zehn Jahre später wurde der Vertrag zur Kostenübernahme geschlossen und mit dem Bau begonnen. Im Jahr
1932 war die über den Main gelegte Schleusenanlage betriebsbereit. Zur Bauzeit galten Staustufe und Kraftwerk als leistungsfähigste Binnenschifffahrtsanlage Europas. 1986 wurde das Bauwerk wegen seiner herausragenden technikgeschichtlichen Bedeutung als Kulturdenkmal in die „Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main“ aufgenommen.
Die Teilnahme an der Führung ist für Mitglieder der ernst-may-gesellschaft e.v. kostenlos, von Nicht-Mitgliedern wird eine Spende erbeten.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und verbleiben
mit freundlichen Grüßen aus der Römerstadt
Ihre ernst-may-gesellschaft

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Ingenieurbaukunst im Barnim

Ingenieurbaukunst im Barnim möchte
Fachbesucher wie auch Jugendliche vor der Berufswahl
und alle Interessierte dazu anregen, sich
mit dem Bauen ganzheitlich auseinander zu setzen
sowie Impulse für die persönliche und berufliche
Entwicklung geben.

20. März 2010, 10.30 Uhr

Baudenkmal Bundesschule Bernau

mit Dipl.-Ing. Architekt Franz Jaschke
BRENNE Ges. von Architekten mbH


17. April 2010, 10.00 Uhr

Wasserturm und Messingwerk-Siedlung Finow

mit Arnold Kuchenbecker


8. Mai 2010, 10.00 Uhr

Heeresbekleidungsamt Bernau

Nebenstelle Schönfelder Weg
mit Dipl.-Ing. Jürgen Meyer
Beratender Ingenieur


5. Juni 2010, 10.00 Uhr

Paul -Wunderlich -Haus Eberswalde

mit Dipl.-Ing. Architekt Thomas Winkelbauer
Ges. für Architektur und Projektmanagement mbH


18. September 2010, 10.30 Uhr

Das alte und neue Schiffshebewerk Niederfinow

mit Helmut Kluge

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Projektleitung:
Dipl.-Ing. Birgit Jubin
Telefon: 0 33 3 8 - 753 03 06
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Teilnahmegebühr (je Termin):
Erwachsene 5,00 €
ermäßigt 3,00 € (Jugendliche ab 14 Jahre
bis zum Ende der Ausbildung und Inhaber Sozialpass)

Anreiseinformationen unter www.panke-park.de
oder 0 33 3 8-753 03 06.

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Siedlung Raimundstraße und „Ledigenheim“ Platenstraße | Samstag, 20. März 2010, 15 Uhr

Liebe Mitglieder und Freunde der ernst-may-gesellschaft,

hiermit laden wir Sie herzlich zur mayführung 38 am Samstag, dem 20. März 2010, ein. Die Architektin Brigitte Dippold-Theile führt durch die Siedlung Raimundstraße, eine der wohl weniger bekannten aber deshalb nicht minder interessanten Siedlungen des Neuen Frankfurts. Treffpunkt des ca. zweistündigen Rundgangs ist um 15 Uhr an der Kreuzung Platenstraße/Am Dornbusch (Buslinie 34, Haltestelle Platenstraße).

Die Siedlung Raimundstraße, heute in Sichtweite der Deutschen Bundesbank gelegen, entstand zwischen 1926 und 1931. Ursprünglich als größeres Gesamtprojekt von Ernst May geplant, wurden nur einige Baugruppen während seiner Amtszeit realisiert. Die Aufschließung dieses verhältnismäßig teuren Geländes, das an das Dichterviertel angrenzt, erfolgte in Form einer Reihung von hakenförmigen Baukörpern mit  dazwischen liegenden, nach Südwesten offenen Wohnhöfen.

An der Umsetzung der Planung waren mehrere Wohnungsbaugesellschaften und Architekten beteiligt. 1926 begann die neu gegründete Wohnungsbaugesellschaft der Frankfurter Handwerker (MAVESTt) mit dem Bau der ersten Baugruppe, dem „Mavestblock“, nach Plänen des Privatarchitekten Franz Roeckle. 1930 folgte die Aktienbaugesellschaft für kleine Wohnungen (ABG) mit der Baugruppe für I.-G.-Farben-Beamte nach Plänen von Ernst May und seinem Mitarbeiter Carl-Herrmann Rudloff. Etwa zur gleichen Zeit errichtete an der Platenstraße der Frauenwohnungsverein das „Ledigenheim“ für berufstätige Frauen nach Plänen des Architekten Bernhard Hermkes.

Auf Grund der anhaltenden Wirtschaftskrise wurde ab 1932 jegliche Bautätigkeit an der Siedlung Raimundstraße eingestellt. Erst in den 1950er Jahren wurde der Wohnungsbau an dieser Stelle in veränderter Form weitergeführt. In den letzten Jahren wurden die Bauten aus der May-Ära mit Zuschüssen der Stadt Frankfurt saniert.

Die Teilnahme an der Führung ist für Mitglieder der ernst-may-gesellschaft e.v. kostenlos, von Nicht-Mitgliedern wird eine Spende erbeten.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und verbleiben

mit freundlichen Grüßen aus der Römerstadt

Ihre

ernst-may-gesellschaft

ernst-may-haus

Im Burgfeld 136

60439 Frankfurt am Main

Fon +49 (0)69 15343883

Fax +49 (0)69 15343881

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www.ernst-may-gesellschaft.de

 

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Junkers-ensemble in Dessau in ernsthafter Gefahr ! Ihre Mithilfe wird benötigt !


Sehr geehrte Damen und Herren,

Hugo Junkers ist als Pionier im Flugzeugbau und als innovativer Unternehmer bekannt. Die beiden unter Denkmalschutz stehenden Bauten der Junkerswerke sind wichtige Meilensteine für die Dessauer Stadtgeschichte und für die Industriegeschichte in Deutschland. Die Stahl-Lamellenhalle hier in modularer Bauweise entwickelt und 1927 erstmalig hier gebaut und der modernen Verwaltungsbau von 1934-36, sind einmalige Dokumente für das Wirken von Hugo Junkers und für einen wichtigen Teil der deutschen Industriegeschichte, die hier authentisch an ihrem Originalstandort erhalten sind.

Beide Gebäude sind Beispiele einer lokal verankerten, aber im Falle der Stahl-Lamellenhalle auch international ausstrahlenden Moderne, die immer etwas im Schatten des nahen Bauhauses und der Meisterhäuser in Dessau standen aber mit diesen im Kontext gesehen werden müssen. Sie sind markante Zeugnisse der Architekturgeschichte und der Industriegeschichte der Moderne. Sie sind darüber hinaus unverzichtbar für die Identitätsbildung der Stadt Dessau. Die Stahl-Lamellenhalle wurde auf dem Gelände des Junkers-Kaloriferwerks vom hiesigen Standort als modulares System entwickelt, gebaut und von hier aus in die ganze Welt exportiert, z. B. nach Sao Paolo für den bau des Nordbahnhofes, nach Los Angeles für den Bau einer Coca Cola Fabrik, nach London für den Bau eines Hangars oder nach New York für den Bau eines Parkhauses. Der Verwaltungsbau wurde in Stahlskelettkonstruktion mit eingehängten Geschossen nach amerikanischem Vorbild erstellt und mit einer Backsteinfassade verkleidet.

Gerade in den letzten Jahren wurde die Architektur der Moderne wiederentdeckt und in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Internationale und nationale Beispiele zeigen erfolgreiche Wege für den sorgsamen, professionellen Umgang in der Erhaltung der Bauten. Als Beispiele für die erfolgreiche Sanierung von Industriebauten können die Fabrik Van Nelle in Rotterdam, die Zeche Zollverein in Essen oder das Fagus-Werk in Alfeld genannt werden. Auch in Dessau selbst sind beispielsweise mit der sensiblen und international anerkannten Sanierung des Bauhausgebäudes, der Meisterhäuser und des ehemaligen Arbeitsamtes, wie auch in Bernau bei der Bundesschule ADGB, Standards für den denkmalgerechten Umgang mit Bauten der Moderne gesetzt worden.

do_co,mo.mo Deutschland hat das Geschehen der letzten Jahre um die denkmalgeschützten Bauten auf dem Gelände des ehemaligen Kaloriferwerkes Hugo Junkers in Dessau mit großer Besorgnis verfolgt. Obwohl es sich bei diesen ausgewiesenen Kulturdenkmalen um herausragende Dokumente für die Architektur der Moderne handelt, deren Bedeutung weit über Dessau hinausgeht, sind bereits Unternehmen beauftragt, nicht nur den Abriss der umliegenden Produktionshallen, sondern auch den Abriss der beiden unter Denkmalschutz stehenden Bauten vorzunehmen. Hilfesuchend wenden wir uns hiermit an die breite Öffentlichkeit, um mit ihrer Unterstützung mehr Aufmerksamkeit für die Bedeutung der Denkmale zu erlangen und den drohenden Abriss abzuwenden. Darüber hinaus ist das Ziel unseres Aufrufes, die Stadt Dessau aufzufordern, die Aufstellung eines denkmalpflegerisch nachhaltigen Nutzungskonzeptes von ausgewiesenen Fachleuten auf der Grundlage einer umfassenden Untersuchung zur Baugeschichte, zur Konstruktion und zur Materialität der Bauten zu erwirken.

do_co,mo.mo Deutschland bittet Sie hiermit um Unterstützung.

Bitte senden Sie diese Petition unterzeichnet an uns zurück. Gerne nehmen wir Spenden entgegen für das Aufstellen eines Informationsschildes vor Ort ( s. Anlage)

Der Vorstand

Alex Dill, Andrea Jütten, Elke Mittmann

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Ich unterstütze die oben genannten Ziele von do_co,mo.mo Deutschland. Mit der Nennung meines Namens und meiner Mitgliedschaft in diesem Zusammenhang

bin ich einverstanden.

 

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Vor – u. Nachname

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Stadt

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Beruf

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Land

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Mitgliedschaft

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e-mail

 

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Datum, Unterschrift

Bitte füllen Sie dieses Formular aus und senden Sie es per Fax oder e-mail bis zum 10 März 2010 an:

fax: 49 (0)340 6508 226

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Vielen Dank

 

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„Avantgarde - Diffamierung – Weltkulturerbe“

Die Ausstellung zur Karlsruher Tagung (--> Veranstalungen) heißt „Avantgarde - Diffamierung – Weltkulturerbe“ – Sie gibt einen einzigartigen Überblick über die Wechselhaftigkeit des architektonischen Umgangs mit den baukulturellen Schätzen in Ost und West.

Die Karlsruher Tagung diskutiert als jährliches Forum die Perspektiven architektonischen Schaffens anhand der aktuellsten Erkenntnisse, Haltungen und Ergebnisse. Neben Überblick, Kritik und Bericht aus der Forschung werden russische und deutsche Architekten und Ingenieure aktuelle Projekte vorstellen. Architekten und Ingenieure, Konservatoren, Wissenschaftler und selbstverständlich die Studierenden sind eingeladen, die realisierten Leistungen, die Optionen und die technologischen Möglichkeiten zu diskutieren.

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