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Call for Nominations | World Monuments Fund | Knoll Modernism Prize

Call for Nominations
WMF/Knoll Modernism Prize

95 Madison Avenue • New York, NY 10016tel 646-424-9594 • fax 646-424-9593 • www.wmf.org

To submit a nomination, please send:

A narrative description (up to 500 words) of the Modern landmark’s significance and of the project or body of work that preserves and enhances the landmark. The name and contact information of the nominator and of the design professional or firm being nominated. Six photos of the Modern landmark (three before and three after). Other relevant information (e.g. news articles, reviews, etc). Submit materials to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (preferred)or send to: World Monuments Fund Attn: WMF/Knoll Modernism Prize 95 Madison AvenueNew York, NY 10016 USAfax: (+1) 646-424-9593New

deadline for nominationsis May 1, 2010.

World Monuments Fund is the leading independent organization devoted to saving the world’s most treasured places. For over 45 years, working in more than 90 countries, our highly skilled experts have applied proven and effective techniques to preserve important architectural and cultural heritage sites around the globe. Through partnerships with local communities, funders, and governments, we inspire an enduring commitment to stewardship for future generations. Headquartered in New York, WMF has offices and affiliates worldwide.

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mayführung 39 am Samstag, dem 10. April 2010

mayführung 39
Staustufe Griesheim. Walzenwehr und Kraftwerk von 1929 1929-1932
Samstag, 10. April 2010 2010, 15 Uhr


Liebe Mitglieder und Freunde der ernst-may-gesellschaft,
hiermit laden wir Sie herzlich zur mayführung 39 am Samstag, dem 10. April 2010, ein. Frau Dipl. Ing. Heike Kaiser, Denkmalamt der Stadt Frankfurt am Main, stellt Ihnen die beeindruckende Anlage der Staustufe Griesheim vor. Treffpunkt des Rundgangs ist um 15 Uhr an der Nordseite, Griesheimer Ufer/Elektronstraße (Buslinie 52,
Haltestelle Elektronstraße). Nach über 30 Betriebsjahren entsprachen die Schleusen, die 1883-1886 angelegt worden waren, Anfang des 20. Jahrhunderts. nicht mehr den Anforderungen des Schifffahrtsverkehrs. Ab 1919 trat die Stadt Frankfurt am Main
deshalb in Verhandlung mit der Reichsregierung über den Ausbau des Mains und die Anbindung an die Rheinschifffahrt. Zehn Jahre später wurde der Vertrag zur Kostenübernahme geschlossen und mit dem Bau begonnen. Im Jahr
1932 war die über den Main gelegte Schleusenanlage betriebsbereit. Zur Bauzeit galten Staustufe und Kraftwerk als leistungsfähigste Binnenschifffahrtsanlage Europas. 1986 wurde das Bauwerk wegen seiner herausragenden technikgeschichtlichen Bedeutung als Kulturdenkmal in die „Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main“ aufgenommen.
Die Teilnahme an der Führung ist für Mitglieder der ernst-may-gesellschaft e.v. kostenlos, von Nicht-Mitgliedern wird eine Spende erbeten.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und verbleiben
mit freundlichen Grüßen aus der Römerstadt
Ihre ernst-may-gesellschaft

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Ingenieurbaukunst im Barnim

Ingenieurbaukunst im Barnim möchte
Fachbesucher wie auch Jugendliche vor der Berufswahl
und alle Interessierte dazu anregen, sich
mit dem Bauen ganzheitlich auseinander zu setzen
sowie Impulse für die persönliche und berufliche
Entwicklung geben.

20. März 2010, 10.30 Uhr

Baudenkmal Bundesschule Bernau

mit Dipl.-Ing. Architekt Franz Jaschke
BRENNE Ges. von Architekten mbH


17. April 2010, 10.00 Uhr

Wasserturm und Messingwerk-Siedlung Finow

mit Arnold Kuchenbecker


8. Mai 2010, 10.00 Uhr

Heeresbekleidungsamt Bernau

Nebenstelle Schönfelder Weg
mit Dipl.-Ing. Jürgen Meyer
Beratender Ingenieur


5. Juni 2010, 10.00 Uhr

Paul -Wunderlich -Haus Eberswalde

mit Dipl.-Ing. Architekt Thomas Winkelbauer
Ges. für Architektur und Projektmanagement mbH


18. September 2010, 10.30 Uhr

Das alte und neue Schiffshebewerk Niederfinow

mit Helmut Kluge

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Projektleitung:
Dipl.-Ing. Birgit Jubin
Telefon: 0 33 3 8 - 753 03 06
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Teilnahmegebühr (je Termin):
Erwachsene 5,00 €
ermäßigt 3,00 € (Jugendliche ab 14 Jahre
bis zum Ende der Ausbildung und Inhaber Sozialpass)

Anreiseinformationen unter www.panke-park.de
oder 0 33 3 8-753 03 06.

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Siedlung Raimundstraße und „Ledigenheim“ Platenstraße | Samstag, 20. März 2010, 15 Uhr

Liebe Mitglieder und Freunde der ernst-may-gesellschaft,

hiermit laden wir Sie herzlich zur mayführung 38 am Samstag, dem 20. März 2010, ein. Die Architektin Brigitte Dippold-Theile führt durch die Siedlung Raimundstraße, eine der wohl weniger bekannten aber deshalb nicht minder interessanten Siedlungen des Neuen Frankfurts. Treffpunkt des ca. zweistündigen Rundgangs ist um 15 Uhr an der Kreuzung Platenstraße/Am Dornbusch (Buslinie 34, Haltestelle Platenstraße).

Die Siedlung Raimundstraße, heute in Sichtweite der Deutschen Bundesbank gelegen, entstand zwischen 1926 und 1931. Ursprünglich als größeres Gesamtprojekt von Ernst May geplant, wurden nur einige Baugruppen während seiner Amtszeit realisiert. Die Aufschließung dieses verhältnismäßig teuren Geländes, das an das Dichterviertel angrenzt, erfolgte in Form einer Reihung von hakenförmigen Baukörpern mit  dazwischen liegenden, nach Südwesten offenen Wohnhöfen.

An der Umsetzung der Planung waren mehrere Wohnungsbaugesellschaften und Architekten beteiligt. 1926 begann die neu gegründete Wohnungsbaugesellschaft der Frankfurter Handwerker (MAVESTt) mit dem Bau der ersten Baugruppe, dem „Mavestblock“, nach Plänen des Privatarchitekten Franz Roeckle. 1930 folgte die Aktienbaugesellschaft für kleine Wohnungen (ABG) mit der Baugruppe für I.-G.-Farben-Beamte nach Plänen von Ernst May und seinem Mitarbeiter Carl-Herrmann Rudloff. Etwa zur gleichen Zeit errichtete an der Platenstraße der Frauenwohnungsverein das „Ledigenheim“ für berufstätige Frauen nach Plänen des Architekten Bernhard Hermkes.

Auf Grund der anhaltenden Wirtschaftskrise wurde ab 1932 jegliche Bautätigkeit an der Siedlung Raimundstraße eingestellt. Erst in den 1950er Jahren wurde der Wohnungsbau an dieser Stelle in veränderter Form weitergeführt. In den letzten Jahren wurden die Bauten aus der May-Ära mit Zuschüssen der Stadt Frankfurt saniert.

Die Teilnahme an der Führung ist für Mitglieder der ernst-may-gesellschaft e.v. kostenlos, von Nicht-Mitgliedern wird eine Spende erbeten.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und verbleiben

mit freundlichen Grüßen aus der Römerstadt

Ihre

ernst-may-gesellschaft

ernst-may-haus

Im Burgfeld 136

60439 Frankfurt am Main

Fon +49 (0)69 15343883

Fax +49 (0)69 15343881

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www.ernst-may-gesellschaft.de

 

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Junkers-ensemble in Dessau in ernsthafter Gefahr ! Ihre Mithilfe wird benötigt !


Sehr geehrte Damen und Herren,

Hugo Junkers ist als Pionier im Flugzeugbau und als innovativer Unternehmer bekannt. Die beiden unter Denkmalschutz stehenden Bauten der Junkerswerke sind wichtige Meilensteine für die Dessauer Stadtgeschichte und für die Industriegeschichte in Deutschland. Die Stahl-Lamellenhalle hier in modularer Bauweise entwickelt und 1927 erstmalig hier gebaut und der modernen Verwaltungsbau von 1934-36, sind einmalige Dokumente für das Wirken von Hugo Junkers und für einen wichtigen Teil der deutschen Industriegeschichte, die hier authentisch an ihrem Originalstandort erhalten sind.

Beide Gebäude sind Beispiele einer lokal verankerten, aber im Falle der Stahl-Lamellenhalle auch international ausstrahlenden Moderne, die immer etwas im Schatten des nahen Bauhauses und der Meisterhäuser in Dessau standen aber mit diesen im Kontext gesehen werden müssen. Sie sind markante Zeugnisse der Architekturgeschichte und der Industriegeschichte der Moderne. Sie sind darüber hinaus unverzichtbar für die Identitätsbildung der Stadt Dessau. Die Stahl-Lamellenhalle wurde auf dem Gelände des Junkers-Kaloriferwerks vom hiesigen Standort als modulares System entwickelt, gebaut und von hier aus in die ganze Welt exportiert, z. B. nach Sao Paolo für den bau des Nordbahnhofes, nach Los Angeles für den Bau einer Coca Cola Fabrik, nach London für den Bau eines Hangars oder nach New York für den Bau eines Parkhauses. Der Verwaltungsbau wurde in Stahlskelettkonstruktion mit eingehängten Geschossen nach amerikanischem Vorbild erstellt und mit einer Backsteinfassade verkleidet.

Gerade in den letzten Jahren wurde die Architektur der Moderne wiederentdeckt und in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Internationale und nationale Beispiele zeigen erfolgreiche Wege für den sorgsamen, professionellen Umgang in der Erhaltung der Bauten. Als Beispiele für die erfolgreiche Sanierung von Industriebauten können die Fabrik Van Nelle in Rotterdam, die Zeche Zollverein in Essen oder das Fagus-Werk in Alfeld genannt werden. Auch in Dessau selbst sind beispielsweise mit der sensiblen und international anerkannten Sanierung des Bauhausgebäudes, der Meisterhäuser und des ehemaligen Arbeitsamtes, wie auch in Bernau bei der Bundesschule ADGB, Standards für den denkmalgerechten Umgang mit Bauten der Moderne gesetzt worden.

do_co,mo.mo Deutschland hat das Geschehen der letzten Jahre um die denkmalgeschützten Bauten auf dem Gelände des ehemaligen Kaloriferwerkes Hugo Junkers in Dessau mit großer Besorgnis verfolgt. Obwohl es sich bei diesen ausgewiesenen Kulturdenkmalen um herausragende Dokumente für die Architektur der Moderne handelt, deren Bedeutung weit über Dessau hinausgeht, sind bereits Unternehmen beauftragt, nicht nur den Abriss der umliegenden Produktionshallen, sondern auch den Abriss der beiden unter Denkmalschutz stehenden Bauten vorzunehmen. Hilfesuchend wenden wir uns hiermit an die breite Öffentlichkeit, um mit ihrer Unterstützung mehr Aufmerksamkeit für die Bedeutung der Denkmale zu erlangen und den drohenden Abriss abzuwenden. Darüber hinaus ist das Ziel unseres Aufrufes, die Stadt Dessau aufzufordern, die Aufstellung eines denkmalpflegerisch nachhaltigen Nutzungskonzeptes von ausgewiesenen Fachleuten auf der Grundlage einer umfassenden Untersuchung zur Baugeschichte, zur Konstruktion und zur Materialität der Bauten zu erwirken.

do_co,mo.mo Deutschland bittet Sie hiermit um Unterstützung.

Bitte senden Sie diese Petition unterzeichnet an uns zurück. Gerne nehmen wir Spenden entgegen für das Aufstellen eines Informationsschildes vor Ort ( s. Anlage)

Der Vorstand

Alex Dill, Andrea Jütten, Elke Mittmann

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Ich unterstütze die oben genannten Ziele von do_co,mo.mo Deutschland. Mit der Nennung meines Namens und meiner Mitgliedschaft in diesem Zusammenhang

bin ich einverstanden.

 

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Vor – u. Nachname

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Stadt

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Beruf

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Land

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Mitgliedschaft

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e-mail

 

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Datum, Unterschrift

Bitte füllen Sie dieses Formular aus und senden Sie es per Fax oder e-mail bis zum 10 März 2010 an:

fax: 49 (0)340 6508 226

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Vielen Dank

 

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„Avantgarde - Diffamierung – Weltkulturerbe“

Die Ausstellung zur Karlsruher Tagung (--> Veranstalungen) heißt „Avantgarde - Diffamierung – Weltkulturerbe“ – Sie gibt einen einzigartigen Überblick über die Wechselhaftigkeit des architektonischen Umgangs mit den baukulturellen Schätzen in Ost und West.

Die Karlsruher Tagung diskutiert als jährliches Forum die Perspektiven architektonischen Schaffens anhand der aktuellsten Erkenntnisse, Haltungen und Ergebnisse. Neben Überblick, Kritik und Bericht aus der Forschung werden russische und deutsche Architekten und Ingenieure aktuelle Projekte vorstellen. Architekten und Ingenieure, Konservatoren, Wissenschaftler und selbstverständlich die Studierenden sind eingeladen, die realisierten Leistungen, die Optionen und die technologischen Möglichkeiten zu diskutieren.

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7. Karlsruher Tagung RUSSLAND/DEUTSCHLAND

7. KARLSRUHER TAGUNG + AUSSTELLUNG - Freitag 29.Januar 2010 RUSSLAND / DEUTSCHLAND - Ein internationaler Vergleich

 

Die Jubiläen zum Bauhaus Dessau, zu den Werkbundsiedlungen Weißenhof und Dammerstock oder zum CIAM Kongress in FFM machen aufmerksam auf seinerzeit herausragende gesellschafts-politische, technologische und architektonische Entwicklungen und Standards der klassischen Moderne. Die Sanierungsphasen der Bauten in Dessau (Weltkulturerbe seit 1996), der Siedlungen in Berlin, (Weltkulturerbe seit 2008), der herausragenden Projekte der Wüstenrot Stiftung in allen Bundesländern und viele andere Beispiele zeigen das intensive, behutsame aber langfristig auch erfolgreiche Engagement. Einige „Städte der Moderne“ untersuchen heute unter Reflexion ihres gesellschaftlichen und architektonischen Charakters ihre Zukunftsperspektiven mit einer besonderen Beachtung ihres kulturellen Erbes. Tel Aviv und Haifa in Israel, Gdynia in Polen, Le Havre in Frankreich diskutieren die Chancen und Notwendigkeiten einer nachhaltigen, professionellen, architektonischen Erhaltung. Auch in Charkow in der Ukraine, in Amsterdam am Beispiel der Fußgängerzone und in Berlin am Beispiel der Siedlungen, der Elektrizitätswerke, der ADGB Schule in Bernau oder des Flughafen Tempelhof bilden die Entwicklungspotentiale und die aktualisierten, internationalen Standards in Bauforschung und Baukultur das Zentrum der Auseinandersetzung. Die Bauten der Avantgarde in Russland sind von den Regierenden unerwünscht, doch eine engagierte Minderheit kämpft um ihren Erhalt. Die UNESCO fordert bislang vergeblich ein verantwortungsbewusstes Engagement und Listungen für das Weltkulturerbe. Die vielen herausragenden Beispiele der Avantgardearchitektur im Osten fehlen auf der Welterbe-Liste. Statt dessen gibt es einen fortscheitenden Verlust an Substanz. Eine „Denkmal-Pflege“ findet auf unterschiedlichste Weise statt. Sie reicht von der Erneuerung, über Rekonstruktion und völliger Neuinterpretation bis hin zum beabsichtigten Verfall oder der Zerstörung unter den Augen und unter Protest der Weltöffentlichkeit. Sehr prominente Beispiele dafür sind das Narkomfin Apartmenthaus und das Melnikov Haus in Moskau. Die Ausstellung zur Tagung heißt „Avantgarde - Diffamierung – Weltkulturerbe“ – Sie gibt einen einzigartigen Überblick über die Wechselhaftigkeit des architektonischen Umgangs mit den baukulturellen Schätzen in Ost und West. Die Karlsruher Tagung diskutiert als jährliches Forum die Perspektiven architektonischen Schaffens anhand der aktuellsten Erkenntnisse, Haltungen und Ergebnisse. Neben Überblick, Kritik und Bericht aus der Forschung werden russische und deutsche Architekten und Ingenieure aktuelle Projekte vorstellen. Architekten und Ingenieure, Konservatoren, Wissenschaftler und selbstverständlich die Studierenden sind eingeladen, die realisierten Leistungen, die Optionen und die technologischen Möglichkeiten zu diskutieren.

 

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Dokumente und Charten | Konservierung der Moderne

Athens charter |  Burra Charter | The Nara Document on Authenticity | The venice charter

 

Athens charter |

http://www.iflaclc.org/guidance/ICIC-Athens%20Charter-1932.pdf

 

Burra Charter |

http://www.icomos.org/australia/burra.html

 

The Nara Document on Authenticity |

http://whc.unesco.org/archive/nara94.htm

 

The venice charter |

http://en.wikipedia.org/wiki/Venice_Charter

 

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Meisterhaussiedlung in Dessau / BRNO Erklärung


BRNO Erklärung zur Diskussion um die Meisterhaussiedlung in Dessau

7. Juni 2008 – docomomo Deutschland e.V.

Die jahrelange, experimentelle, zur Zeit scheinbar unter Erfolgs- und Zeitdruck stehende

Diskussion um das Ensemble der Meisterhäuser Dessau und das Haus Gropius bzw. Haus

Emmer evozierte folgende Erklärung von docomomo Deutschland e.V.

 

Architektonische Konzepte für die Meisterhaussiedlung sollten zwei Aspekte beachten:

1. die historische Situation und die Authentizität von Ort und Zeit nicht zu verfälschen,

sondern deren Erfahrbarkeit zu unterstützen,

2. die kreativen Potenziale von zeitgenössischer Kunst und Architektur in diesem Sinne

zu nutzen und verstärkt zu fördern als zukunftsorientierten, kulturellen Beitrag zu

einem differenzierten Umgang mit Bauten der Moderne.

Die Rekonstruktion des Bauzustands von 1926 halten wir für ebenso verfehlt wie

Neubauprojekte, die auf die Beseitigung des aktuellen, und gerade in Bezug auf die

Architektur der Moderne außerordentlich aussagekräftigen Baubestands zielen. Beide

Positionen gefährden die Vielschichtigkeit und Historizität dieses Ortes, indem die an den

existierenden Bauten ablesbaren Geschichtsspuren zugunsten einer ästhetisch prägnanten,

historisch jedoch verkürzenden und verfälschenden Aussage zerstört werden.

Die Reduktion der Architektur der Moderne auf ein zeitlos gültiges ästhetisches Konzept

widerspricht dem historischen Kontext der 1920er Jahre ebenso wie dem umfassenden

technischen, konstruktiven, sozialen und künstlerischen Ansatz der damaligen Architekten.

Dies bedeutet für docomomo als Netzwerk von Architekten, Denkmalpflegern,

Konservatoren, Wissenschaftlern, Kunst- u. Kulturschaffenden und an der Moderne

Interessierten, dass an diesem für die Architektur der Moderne so wichtigen Ort ein

behutsames denkmalpflegerisches Konzept ebenso wichtig ist wie das Vertrauen in

nachhaltige, zukunftsorientierte und kreative zeitgenössische Beiträge.

Die Mitgliederversammlung von docomomo Deutschland in BRNO / Juni 2008 lehnt die

Rekonstruktion der zerstörten Bauten der Meisterhaussiedlung als Mittel eines

angemessenen Umgangs mit dem Erbe der Moderne ab und spricht sich explizit für Geduld,

Besonnenheit und einen behutsamen Umgang mit der aktuellen Bausubstanz aus. Aktuelle

städtebauliche und architektonische Defizite können nur durch zeitgenössische künstlerische

und architektonische Entwürfe behoben werden, die jedoch die Besonderheit des Ortes

respektieren und die Ergebnisse der Architektur- und Bauforschung einbeziehen.

 

tel. 49 (0)340 6508 211, fax 49 (0)340 6508 218, email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, home: www.docomomo.de

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Karlsruher Erklärung

 

Karlsruher Erklärung – Statement beschlossen von DOCOMOMO

Deutschland e.V. auf der Tagung in Karlsruhe, 27. Januar 2007

DOCOMOMO Deutschland e.V. widmet sich der Förderung von Dokumentation und

wissenschaftlicher Erforschung von Architektur und Zeugnissen der Moderne im

öffentlichen Interesse sowie der Information der Öffentlichkeit über ihre kulturelle

Bedeutung.

Grundlegender Schwerpunkt der Arbeit von DOCOMOMO Deutschland ist die Klassische

Moderne. Den weiteren Rahmen bieten ihre Fortsetzung und Weiterentwicklung sowie

darauf aufbauenden oder vorausgehenden Architekturhaltungen, Projekte und

Realisierungen für die Zeitspanne des 20. Jahrhunderts.

Für die Auswahl der zu betrachtenden Bauten sollen die folgenden fünf Basisprinzipien zu

Grunde gelegt werden.

Fünf Basisprinzipien für die Auswahl zur Moderne

1. technisches Interesse

2. konstruktives Interesse

3. optisches Interesse

4. soziales Interesse

5. moralisches Interesse

Hierbei meint das technische Interesse Innovationen, die Suche nach neuen Materialien

usw., sowie die technisch-industrielle Entwicklung. Das konstruktive Interesse meint die

Suche nach neuen Konstruktionsweisen. Das optische Interesse bezieht sich auf neue

Raumkonzeptionen wie Raum-Zeit-Architektur, Wrights Auflösung der Box, Raumkontinuen,

optische Revolution. Das soziale Interesse meint die Suche nach sozialer bzw.

gesellschaftlicher Relevanz. Schließlich das moralische Interesse einschließlich der

Traditionslinie der Aufklärung - einerseits als kritischer Impuls, als eine moralischaufklärerische

Auflehnung, als Prinzip Widerstand, andererseits als ein gewisses

Glücksversprechen, ein sozialingeniöser Optimismus, ein utopischer Gehalt.

Wenn sich in diesen Kategorien „moderne“ Qualitäten finden, z.B. in der Objektivierbarkeit

von Modernem im Nichtmodernen, von Neuem im Traditionellen, dann setzt sich

DOCOMOMO Deutschland mit diesen Gebäuden/Ensembles auseinander.

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